Leidvolle Geburtserfahrungen…alles anders, als erwartet…

Newborn baby right after delivery

Ein Kind zu gebären ist ein besonders prägendes Erlebnis, welches eine Frau (und auch der begleitende Partner) nie mehr vergisst.
Wenn Frauen über ihre Geburtserfahrungen berichten, auch wenn sie schon viele Jahre zurück liegen, klingt es oft so, als wenn die Geburt erst gestern stattgefunden hätte. Das macht die Intensität und Nachhaltigkeit eines solchen Erlebens deutlich. Und lässt damit auch über mögliche Folgen nachdenken…

Sind Sie nicht so glücklich, wie erwartet?

Sind Sie manchmal (scheinbar) grundlos traurig? Brechen Sie immer wieder mal unvermittelt in Tränen aus?

Gibt es immer wieder Momente, in denen die Erinnerung an das Geburtserlebnis in Ihnen auftaucht und Ihnen keine Ruhe lässt?

Fragen Sie sich, ob Sie etwas falsch gemacht oder gar bei der Geburt versagt haben? Sind sie enttäuscht von Ihrem Köper, weil er Sie „im Stich“ gelassen hat?

Möchten Sie aufgrund der Erlebnisse auf gar keinen Fall ein weiteres Kind?

Haben Sie sich bei der Geburt ohnmächtig und ausgeliefert gefühlt oder  hatten gar das Gefühl, dass man Ihnen Gewalt unter der Geburt angetan hat?

Fühlen Sie sich allein gelassen mit Ihren Gedanken und Gefühlen rund um die Geburt?

Obwohl der Kaiserschnitt unbedingt notwendig war, wie der Arzt sagte, können Sie einfach nicht vergessen, wie schrecklich alles war.“

Klappt mit dem Baby nicht alles so, wie erwartet? Haben Sie Probleme mit dem Stillen?

Wenn Sie eine oder mehrere der oben stehenden Fragen mit „Ja“ beantworten, dann könnte es Ihnen gut tun, wenn Sie sich mit dem Thema auseinandersetzen.
Vielleicht haben Sie bisher noch gar nicht in Betracht gezogen, dass Ihre Erlebnisse bei der Geburt damit zu tun haben könnten.
Das alles gilt auch – oder ganz besonders – wenn Eltern ein Kind während oder kurz nach der  Geburt verloren oder ein behindertes Kind bekommen haben.

Im „Nacharbeiten“ von Geburten liegt die Chance, das als wenig schön oder gar traumatisch Erlebte zu reflektieren und zu verstehen, welchen Einfluss dieses vielleicht auch heute noch hat. Es kann auf die Beziehung zwischen Mutter und Kind negativ wirken und beispielsweise Stillschwierigkeiten verursachen. Eine traumatische Erfahrung  beeinflusst das gesamte Wohlbefinden, die seelische und körperliche Gesundheit der Frau. Auch Probleme in der Partnerschaft können ein Anzeichen für ein traumatisches Geburtserlebnis sein.

Diesen Erfahrungen ihre Bedeutung zuzugestehen, sie auszuheilen, vielleicht irgendwann anzunehmen, ihnen einen guten Platz zu geben und sie in den Alltag zu integrieren, das soll durch eine Einzelberatung bzw. diesen Kurs auf den Weg gebracht werden.

Dieses Hinwenden zum Thema kann in der Einzelberatung wie auch in der Gruppenarbeit geschehen:

Zum Thema „Alles anders als erwartet“ können sie hier weiterlesen.

Weitere Informationen in dieser Rubrik:

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